Abschied vom Winter – wie geht es Ihrem Rasen?
20.02.2026
Gerade im Frühjahr werden Schäden am Rasen besonders sichtbar. Zu den häufigsten Verursachern zählen zum einen Mäuse, die sich bei der Nahrungssuche unter der Schnee- decke Gänge bahnen und dabei die Grasnarbe beschädigen.
Ein weiterer häufiger Auslöser ist der sogenannte Schneeschimmel (lateinisch Microdochium nivale). Dabei handelt es sich um eine Rasenkrankheit, die durch verschiedene Belastungen begünstigt wird, etwa durch Überdüngung im Herbst, verdichteten Boden infolge von Schnee und Nässe sowie starke Temperaturschwankungen oder eine Laubschicht über den Winter.
Zwar kann die Krankheit bei ungünstigen Bedingungen ganzjährig auftreten, die ersten Anzeichen zeigen sich jedoch meist im Frühjahr nach der Schneeschmelze, wenn der Befall bereits im Herbst begonnen hat. Die geschädigten Stellen sind besonders anfällig für Fäulnis und werden im Frühjahr durch kahle oder braune Flächen im Rasen sichtbar.

Wer jetzt die richtigen Maßnahmen ergreift, legt den Grundstein für einen gesunden und pflegeleichten Rasen im Sommer.
Hier unsere Tipps zur Behebung:
- Bei stabilen Plusgraden, meist ab Anfang bis Mitte März, kann mit dem Düngen des Rasens mit Stickstoff begonnen werden. Zu frühes Düngen kann dem Rasen schaden.
- Zwei Wochen später kann der Rasen gelüftet werden. Das entweder mit einem Rechen oder einer Maschine. Mögliche Kahlstellen und Mäusegänge wie auch sonstige Unebenheiten können bei Bedarf mit etwas Humus aufgefüllt werden. Danach kann zur Unterstützung Rasensamen ausgebracht werden, der durch das Einigeln eingearbeitet wird. So wird er vor dem Austrocknen geschützt. Zum Schluss sollte die Fläche mit wenig Druck vorsichtig gewässert werden.
- Bewässern Sie die eingesäten Flächen in den nächsten zwei bis drei Wochen, bis alle Samen gekeimt haben.
- Sobald der frische Rasen 8-10 cm hoch ist, können Sie ihn das erste Mal mähen, zunächst nicht zu tief, um eine Austrocknung zu vermeiden. Nach dem Mähen empfiehlt sich die Anwendung eines Langzeitdüngers, der essenzielle Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium bereitstellt. Insgesamt sollte der Rasen drei bis vier Mal gedüngt werden (April/Mai, Juni/Juli, September). Im Hochsommer sollte auf das Düngen verzichtet werden, da bei Hitze und Trockenheit das Wachstum eingestellt wird. Bei Trockenheit verteilt sich der Dünger schlecht und gerade bei mineralischen Düngern droht der Rasen zu verbrennen.
Gerne sind wir bei Fragen für Sie da. Das benötigte Material können Sie selbstverständ- lich über uns beziehen. Auf Wunsch übernehmen wir die Arbeiten auch gerne fachge- recht für Sie.
Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.
Freundliche Grüsse
Ihr Kreativ Garten-Team
PDF-Download: gartentipp_februar_2026.pdf